Hat der Mietenwahnsinn bald ein Ende?

Freitag, 05.April 2019

Einer Analyse des Empirica Instituts in Berlin zufolge, reduziert sich die enorme Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage von Mietwohnungen zusehends. Die Nachfrage in den angesagten Städten wächst mittlerweile mit geringerem Tempo, heißt es in der Empirica-Analyse. Die Zuwanderung sei gesunken, und viele Mieter flüchten mittlerweile aufgrund hohen Mieten ins ländliche Umland. Zudem dämpfe die abkühlende Konjunktur auch die Wanderungsbewegungen. | Quelle ntv Nachrichten

Man darf sicherlich gespannt sein, wann und in welchem Umfang sich diese Entwicklung durchsetzt. Wir haben in NRW ohnehin eine große Spanne, von den hochpreisigen Regionen im Rheinland (Köln, Düsseldorf) bis hin zu den ländlichen Regionen im Sauerland. Nicht zu vergessen die Studentenstadt Münster.

Wußten Sie, dass einige Regionen jedoch mit strukturellem Leerstand zu kämpfen haben? So weist beispielsweise der letzte Wohnbericht der Stadt Duisburg weiterhin einen überhöhten Wohnungsleerstand und mangelnde Dynamik aus.

Die Stadt Altena kämpft seit Jahren mit dem demographischen Wandel, hinzu kamen weitere Abwanderungen durch den wirtschaftlichen Umstrukturierung im metallverarbeitenden Gewerbe. Die sich hier anschließende Problematik liegt auf der Hand – mit der Schließung von wichtigen infrastrukturellen Einrichtungen (Kindergärten, Grundschulen, etc.) sind Dörfer/Kommunen im ländlichen Bereich für junge Familien weniger interessant.

So ist also die vielzitierte Mietpreisbremse nicht in allen Gegenden von Relevanz.